Chouchane Siranossian

Geboren in:

Lyon, Frankreich

Jetziger Lebensmittelpunkt:

Französischsprachige Schweiz

Instrument:

Violine / Barockvioline

Zweit-, Dritt- oder gar Viertinstrument:

Keines

Mein Berufswunsch als Kind:

Geigerin

Diesen Beruf haben sich meine Eltern für mich vorgestellt:

Geigerin

Werke oder Konzerterlebnisse, die mich prägte/n:

Jedes Konzert, jede Begegnung, jedes Werk ist besonders und hat mich in irgendeiner Weise ge-prägt. Man lernt nie aus. Am Ende sind wir die Künstler, die wir sind, weil so viele Menschen aus dem Publikum, Komponisten, Lehrer und andere Musiker uns Zeit, Energie und Liebe gegeben haben.

Werk mit dem größten Musiziervergnügen (und warum?):

Das ist eine schwierige Frage! Aber als erstes in den Sinn kommen mir Johann Sebastian Bachs Brandenburgische Konzerte, Tartini, Vivaldi, Locatellis Violinkonzerte, Messiaens Quatuor pour la fin du temps, Khachaturians Klarinettentrio… die Liste ist ohne Ende!

Von dieser Komponistin / diesem Komponisten wünsche ich mir ein Werk für mein Instrument (und warum?):

Zum Glück haben fast alle Komponisten für mein Instrument geschrieben! Aber ein Violinkonzert von Maurice Ravel wäre schön gewesen!

Dafür würde ich mitten in der Nacht aufstehen:

Bergsteigen, Sonnenaufgang schauen.

Besonderes / kurioses eigenes Konzerterlebnis:

2019 habe ich mit Andrea Marcon und dem La Cetra Barockorchester Basel Konzerte von Vivaldi in der Thomaskirche Leipzig gespielt. Das wird ohne Zweifel eine meiner intensivsten Erfahrungen bleiben! Am selben Ort wie Bach zu spielen, ist ein sehr besonderes Gefühl! Zum ersten Mal in Leipzig habe ich 2017 gespielt, das war im Gewandhaus für die Preisverleihung des ICMA (International Classical Music Award). Ich hatte mit meinem Ensemble Esperanza einen Preis gewonnen und wir haben bei der Gala auf der Chorempore gespielt. Da wir keinen Platz für die Notenpulte hatten, haben wir im letzten Moment entschieden, die Holberg Suite von Grieg einfach auswendig zu spielen. Die Energie war überwältigend intensiv, ich werde es nie vergessen, wir hatten sehr viel Spaß!

Mein wertvollster Tipp für den Musikernachwuchs:

Immer offenbleiben, sich weiterentwickeln, nach neuen Informationsquellen suchen, lesen, viel Kammermusik spielen und die Musik genießen!

Das wünsche ich mir für die Zukunft der Klassik-Szene:

Zum ersten Mal haben wir mit Covid erlebt, dass es nicht selbstverständlich ist, dass wir auf die Bühne gehen dürfen. Unser Publikum fehlt uns sehr, der Energieaustausch ist ganz anders, wenn wir live spielen und nicht durch einen Bildschirm. Ich wünsche mir, dass wir wieder ohne Einschränkungen auf die Bühne gehen dürfen, dass wir ein breiteres und jüngeres Publikum begeistern und dass wir trotz dieser harten Krise, die Liebe und die Motivation Musik zu teilen beibehalten.

Mein nächstes Projekt:

Weiter Musik und Freude teilen! Am 22.01.2021 habe ich mein neues Album „Romberg: Violin Concertos“ mit dem Capriccio Barockorchester veröffentlicht. Wir haben Andreas Rombergs Violinkonzerte Nr. 4 in C-Dur, Nr. 12 in g-Moll und Nr. 9 in A-Dur als Weltersteinspielung aufgenommen und ich hoffe sehr, die Menschen für seine Musik zu begeistern!

Das verbinde ich mit der Musikstadt Leipzig:

Freude, Johann Sebstian Bach, ein Treffpunkt für viele Musiker, das Bachfest Leipzig, Kultur.

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