Quirine Viersen

Geboren in:

Amsterdam

Jetziger Lebensmittelpunkt:

Bergen

Instrument: Cello

Zweit-, Dritt- oder gar Viertinstrument:

Singen und Klavier

Mein Berufswunsch als Kind:

Unter anderem Tierärztin oder Bäuerin

Diesen Beruf haben sich meine Eltern für mich vorgestellt:

Cellistin werden

Werke oder Konzerterlebnisse, die mich prägte/n:

Das Elgar Cellokonzert hat mich sehr geprägt durch den Film über Jacqueline Dupré und meine eigene erste Erfahrung mit Elgars Konzert, und später das Cellokonzert von Lutoslawski, welches ich zusammen mit meinem Lehrer Heinrich Schiff als Dirigent in Köln spielen durfte.

Werk mit dem größten Musiziervergnügen (und warum?):

Da gibt es schon einige Werke, aber ich glaube, ich genieße es am meisten Kammermusikwerke von Beethoven und Mozart zu spielen. Das musikalische Fundament zu sein, gibt mir viel Freude.

Von dieser Komponistin / diesem Komponisten wünsche ich mir ein Werk für mein Instrument (und warum?):

Es wäre schon super gewesen, wenn Mozart oder Brahms ein Cellokonzert komponiert hätten.

Dafür würde ich mitten in der Nacht aufstehen:

Zurzeit ist das Samuel Barber’s Cellokonzert. Ein Konzert, was viel zu selten auf Programmen steht, meiner Meinung nach.

Besonderes / kurioses eigenes Konzerterlebnis:

Da fällt mir im Moment leider nichts ein …

Mein wertvollster Tipp für den Musikernachwuchs:

Lass Dich nicht zu viel beeinflussen durch Social Media, bleibe authentisch und Dir selbst treu.

Das wünsche ich mir für die Zukunft der Klassik-Szene:

Ich wünsche mir, dass klassische Musik wieder ganz normal in der Grundschule unterrichtet wird, mit viel Singen. Singen ist die schönste Form Musik zu machen für Kinder.

Mein nächstes Projekt:

Am 7. Oktober spiele ich wieder 3 kurze Vorstellungen für Baby’s bis 18 Monate im Concertgebouw Amsterdam. Seit einigen Saisons mache ich das zusammen mit 2 anderen Musikern. Es ist so inspirierend, die Offenheit von den Kleinen ist so schön, so pur!

Das verbinde ich mit der Musikstadt Leipzig:

Am meisten verbinde ich Leipzig mit Bach, dem Komponisten, der am längsten mit mir reist.

Biographie

Den ersten Unterricht erhielt Viersen von ihrem Vater und Cellisten Yke Viersen. Später studierte sie Violoncello am Konservatorium Amsterdam bei Jean Decroos und Dmitri Ferschtman. Ihr Studium bei Heinrich Schiff an der Universität Mozarteum  Salzburg schloss sie 1997 ab. Viersen war Solistin bei allen wichtigen niederländischen Symphonieorchestern und bei großen internationalen Orchestern, darunter: Concertgebouw-Orchester mit Herbert Blomstedt und Bernard Haitink, Hessisches Rundfunkorchester mit Hugh Wolff, St. Petersburger Philharmonisches Orchester unter Leitung von Valery Gergjev, Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra mit Jean Fourmet, Wiener Philharmoniker mit Zubin Mehta, Israel Philharmonic Orchestra mit Georges Pehlivanian, Symfonie Orkest Vlaanderen, Limburgs Symfonieorkest, Malmö Symfony Orchestra unter Leitung von Lawrence Renes, Orkest van het Oosten, das Hagen Orchester, Koninklijk Filharmonisch Orkest Vlaanderen, Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo, Orquesta Nacional de México, Ulster Orchestra unter Leitung von Kenneth Montgomery, Combattimento Consort mit Jan Willem de Vriend. Viersen spielte 2006 die Cellosuiten von Johann Sebastian Bach zur Aufführung des Nationalballetts mit einer neuen Choreografie von Krzysztof Pastor. Viersen gewann Preise bei zahlreichen internationalen Wettbewerben, wie dem Concours de Violoncelle Rostropovitch 1990 in Paris und der I. International Paulo Cello Competition 1991 in Helsinki. 1994 gewann sie als erste Niederländerin einen Preis beim renommierten X. Internationalen P. I. Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau. Viersen gewann darüber hinaus den Credit Suisse Young Artist Award 2000. Mit diesem Preis war ein Konzert mit den Wiener Philharmonikern unter Leitung von Zubin Mehta während des Lucerne Festival 2000 verbunden.

Foto:

Jelmer de Haas