Den ersten Unterricht erhielt Viersen von ihrem Vater und Cellisten Yke Viersen. Später studierte sie Violoncello am Konservatorium Amsterdam bei Jean Decroos und Dmitri Ferschtman. Ihr Studium bei Heinrich Schiff an der Universität Mozarteum Salzburg schloss sie 1997 ab.
Viersen war Solistin bei allen wichtigen niederländischen Symphonieorchestern und bei großen internationalen Orchestern, darunter: Concertgebouw-Orchester mit Herbert Blomstedt und Bernard Haitink, Hessisches Rundfunkorchester mit Hugh Wolff, St. Petersburger Philharmonisches Orchester unter Leitung von Valery Gergjev, Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra mit Jean Fourmet, Wiener Philharmoniker mit Zubin Mehta, Israel Philharmonic Orchestra mit Georges Pehlivanian, Symfonie Orkest Vlaanderen, Limburgs Symfonieorkest, Malmö Symfony Orchestra unter Leitung von Lawrence Renes, Orkest van het Oosten, das Hagen Orchester, Koninklijk Filharmonisch Orkest Vlaanderen, Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo, Orquesta Nacional de México, Ulster Orchestra unter Leitung von Kenneth Montgomery, Combattimento Consort mit Jan Willem de Vriend. Viersen spielte 2006 die Cellosuiten von Johann Sebastian Bach zur Aufführung des Nationalballetts mit einer neuen Choreografie von Krzysztof Pastor.
Viersen gewann Preise bei zahlreichen internationalen Wettbewerben, wie dem Concours de Violoncelle Rostropovitch 1990 in Paris und der I. International Paulo Cello Competition 1991 in Helsinki. 1994 gewann sie als erste Niederländerin einen Preis beim renommierten X. Internationalen P. I. Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau. Viersen gewann darüber hinaus den Credit Suisse Young Artist Award 2000. Mit diesem Preis war ein Konzert mit den Wiener Philharmonikern unter Leitung von Zubin Mehta während des Lucerne Festival 2000 verbunden.