Sophie Kiening

Geboren in:

Starnberg, Deutschland

Jetziger Lebensmittelpunkt:

Frankfurt/Leipzig

Instrument

Bratsche

Mein Berufswunsch als Kind:

Als ich noch ganz klein war, wollte ich Delfintaucherin werden. Und später dann Geigenbauerin.

Diesen Beruf haben sich meine Eltern für mich vorgestellt:

Sie hatten keine wirklich konkreten Pläne für mich, sondern haben mich immer selbst entscheiden lassen, wofür ich sehr dankbar bin. Meine Mutter dachte aber eine Zeit lang, dass Naturwissenschaftlerin gut passen würde!

Werke oder Konzerterlebnisse, die mich prägte/n:

Die Konzerte mit dem Landesjugendorchester! Intensiv mit Freund:innen zusammen Musik zu machen war für mich immer das tollste Erlebnis!

Werk mit dem größten Musiziervergnügen (und warum?):

Die Werke von Garth Knox stehen da auf jeden Fall hoch im Kurs bei mir! Es werden moderne Spieltechniken ausprobiert, ein gewisser Humor ist hineinkomponiert, und man macht Kammermusik mit anderen Bratschist:innen zusammen!

Von dieser Komponistin / diesem Komponisten wünsche ich mir ein Werk für mein Instrument (und warum?):

Wenn es ein Bratschenkonzert von Alban Berg gäbe wäre das fantastisch! Mich hat sein Violinkonzert immer sehr fasziniert, da wünsche ich mir schon manchmal ein Pendant für die Bratsche.

Dafür würde ich mitten in der Nacht aufstehen:

Um zum Sonnenaufgang schon auf einer Bergspitze zu stehen!

Mein wertvollster Tipp für den Musikernachwuchs:

Ich wünsche mir sehr für kommende Generationen, dass der derzeitige Trend, musikalische künstlerische Ausbildung ganzheitlicher zu denken noch stärker wird und vielleicht auch schon vor dem Studium ansetzen kann! Körperarbeit, Schauspiel, Gesang etc. in die instrumentale Ausbildung zu integrieren scheint mir der richtige Weg, um langfristig künstlerisch tätig sein zu können!

Das wünsche ich mir für die Zukunft der Klassik-Szene:

Dass auch kleine Formate in ländlicheren Gebieten weiterhin finanziert werden können.

Mein nächstes Projekt:

Neben Konzerten etc. freue ich mich besonders auf meinen Masterabschluss im Februar 2026!

Das verbinde ich mit der Musikstadt Leipzig:

Zur Zeit tatsächlich vor allem mein Studium! Seit März 2025 studiere ich bei Pauline Sachse und bin dankbar für die Chance, einmal das Leipziger Kulturleben von innen heraus kennzulernen!

Biografie:

Sophie Kiening, geboren 2001, nahm im Oktober 2019 ihr Studium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin auf, wo sie das Privileg hat, bei Tabea Zimmermann und German Tcakulov zu studieren. Ihre musikalische Ausbildung begann im Alter von fünf Jahren auf der Violine in Bad Tölz. Sie wechselte im Alter von 14 Jahren von der Violine zur Viola. Ab 2016 erhielt sie 3 Jahre lange Unterricht beim stellvertretenden Solobratscher des BRSO, Ben Hames. Außerdem erweiterten Meisterkurse bei Prof. Roland Glassl und Prof. Pauline Sachse ihre Ausbildung auf der Bratsche. Darüber hinaus profitierte Sophie Kiening von Förderinitiativen wie dem Bayerischen Jugendorchester oder Kammermusikkursen wie dem renommierten “Mit Musik Miteinander-Projekt” der Kronberg Academy und dem Deutschen Kammermusikkurs. Beim Bundeswettbewerb Jugend Musiziert gewann sie sowohl als Solistin als auch als Kammermusikerin mehrere erste Preise und erreichte beim Internationalen Szymon-Goldberg-Wettbewerb für Violine und Viola den höchsten in diesem Jahr vergebenen Preis in der Kategorie Viola. Seit Februar 2022 spielt sie gelegentlich als Aushilfe im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.
Foto: Pia Gugetzer