Yibai Chen

Geboren in:

Shanghai

Jetziger Lebensmittelpunkt:

Berlin & Shanghai

Instrument:

Cello

Zweit-, Dritt- oder gar Viertinstrument:

Ein bisschen Klavier

Mein Berufswunsch als Kind:

So ein großartiger Mensch und Musiker wie Yo-Yo Ma zu sein und Menschen für Musik zu begeistern.

Diesen Beruf haben sich meine Eltern für mich vorgestellt:

Cellist. Wenn nicht, dann jedenfalls etwas, das mit Musik zu tun hat.

Werke oder Konzerterlebnisse, die mich prägten:

Wettbewerbsbühnen, alle Solo, Kammer- und Orchesteraufführungen sowie die Lehrtätigkeit als Assistent meines Professors an der UdK Berlin.

Werk mit dem größten Musiziervergnügen (und warum?):

Kammermusik mit Musikern, die sich mit ganzer Aufrichtigkeit der Musik verschrieben haben. Denn nur so lassen sich unterschiedliche Persönlichkeiten, Ideen und Emotionen durch das Musizieren vereinen.

Von dieser Komponistin / diesem Komponisten wünsche ich mir ein Werk für mein Instrument (und warum?):

Schubert. Mein Lieblingskomponist, der leider keine Stücke für Cello und Klavier hinterlassen hat. Ok, zumindest haben wir die Leute erfolgreich davon überzeugt, dass die „Arpeggione-Sonate” ein Cellostück ist : )

Dafür würde ich mitten in der Nacht aufstehen:

Um gute Musik zu machen/zu hören!!!

Besonderes / kurioses eigenes Konzerterlebnis:

Duo-Konzert mit Marimba?! Das ist wahrscheinlich das ungewöhnlichste Instrument, mit dem ich je ein ganzes Konzert gespielt habe.

Mein wertvollster Tipp für den Musikernachwuchs:

Sei aufrichtig und leidenschaftlich gegenüber der Musik, die du spielst, und den Menschen, mit denen du spielst.

Das wünsche ich mir für die Zukunft der Klassik-Szene:

Die Menschen betrachten klassische Musik als eine Art notwendige Überzeugung, die die Güte aus ihrer tiefen Seele und Menschlichkeit hervorbringen kann.

Mein nächstes Projekt:

Gesamtaufnahme der Werke Beethovens für Klavier und Cello zum Gedenken an seinen 200. Geburtstag im Jahr 2027.

Das verbinde ich mit der Musikstadt Leipzig:

Leipzig ist ein Ort, an dem Musik tief verwurzelt ist – von Bach in der Thomaskirche über die Tradition des Gewandhauses bis hin zum Geist Mendelssohns natürlich.

Biographie:

Im Alter von fünf Jahren erhielt Yibai Chen den ersten Cellounterricht. Seit 2017 studiert er an der Universität der Künste Berlin sowie seit 2019 an der Hochschule für Musik Basel bei Prof. Danjulo Ishizaka. Aus verschiedenen Wettbewerben ging er als Preistäger hervor, darunter 2018: 3. Preis beim Lutoslawski Wettbewerb in Warschau (2018), 2. Preis beim Enescu Wettbewerb in Bukarest (2018), 5. Preis beim Tchaikovsky Wettbewerb in St. Petersburg (2019) und 2. Preis beim Queen Elisabeth Wettbewerb in Brüssel (2022). Yibai Chen konzertierte bereits mit dem Shanghai Symphony Orchestera, dem Pekinger Philharmonie Orchester, dem Belgischen National Orchester und dem Brüssel Philharmonie Orchester. Im Rahmen einer China-Tournee gab er 12 Konzerte gemeinsam mit der Pianistin Boyang Shi. Fünf Konzerte mit der Cellistin Hayoung Choi und dem Pianisten Liebrecht Vanbeckevoort führten ihn auf Korea-Tournee.
Foto: LIN