Thorsten Johanns

Geboren in:

Krefeld

Jetziger Lebensmittelpunkt:

Weimar und Stockholm

Instrument:

Klarinette

Zweit-, Dritt- oder gar Viertinstrument:

Saxophon

Mein Berufswunsch als Kind:

Schlagzeuger (drumset) oder Pilot (Flugzeug)

Diesen Beruf haben sich meine Eltern für mich vorgestellt:

Jazz-Saxophonist (ich glaube sie dachten, daß ich das wollte)

Werke oder Konzerterlebnisse, die mich prägte/n:

Uraufführungen von Klarinettenkonzerten, die extrem anstrengend und anspruchsvoll sind, z.B von Moritz Eggert, Philippe Manoury und das allererste Mal Mozart Klarinettenkonzert (1993) und Messiaen „Quatuor pour la fin du temps“

Werk mit dem größten Musiziervergnügen (und warum?):

Ein einzelnes Werk als Superlativ geht nicht, aber z.B. Brahms/Mozart Klarinettenquintette (höchste Qualität/Form der Kammermusik), aber ebenso viele andere (Schubert-Oktett, Bartok Contrasts, Werke von Weinberg)

Von dieser Komponistin/diesem Komponisten wünsche ich mir ein Werk für mein Instrument (und warum?):

Tschaikovsky/Dvorak/Sibelius/Schostakovitschu.v.a. (diese spezifische Stilistik ist für Klarinette kaum vertreten)

Dafür würde ich mitten in der Nacht aufstehen:

?? Ich schlafe lieber

Besonderes / kurioses eigenes Konzerterlebnis:

Konzert bei bebender Bühne (Erdbeben) in Japan

Mein wertvollster Tipp für den Musikernachwuchs:

Ideale finden und behalten; den eigenen, individuellen Weg finden, Optimismus, Freude am (gemeinsamen) Musizieren

Das wünsche ich mir für die Zukunft der Klassik-Szene:

Mehr Neues wagen, Authentizität, mehr Kunst und weniger kommerzieller Einfluss oder „Best of Klassik“

Mein nächstes Projekt:

Das nächste Großprojekt ist die Uraufführung des Klarinettenkonzerts von Martin Grütter (Kompositionsauftrag des WDR Köln und UA mit dem WDR Sinfonieorchester Köln).

Das verbinde ich mit der Musikstadt Leipzig:

Konzert mit dem Gewandhausorchester 2024 und meine Tochter Elin studiert an der HHL Leipzig (private Wirtschaftshochschule)

Biographie:

Der Klarinettist Thorsten Johanns ist durch seine stilistische Vielseitigkeit und seine ausgeprägte musikalische Kommunikationsfähigkeit als Solist, Orchester- und Kammermusiker sowie als Lehrer gleichermaßen geschätzt und international gefragt. Bereits im Alter von 22 Jahren erhielt er 1998, noch während seines Klarinettenstudiums bei Prof. Ralph Manno an der Musikhochschule Köln, sein erstes festes Engagement als stellvertretender Soloklarinettist bei den Essener Philharmonikern, drei Jahre später wurde er Soloklarinettist im WDR-Sinfonieorchester Köln. Diese Position hatte er bis 2015 inne und gastiert dort weiterhin regelmäßig. Als erster und bis heute einziger deutscher Klarinettist wurde Thorsten Johanns persönlich vom Chefdirigenten Alan Gilbert wiederholt nach New York eingeladen, um dort als Solo-Klarinettist mit dem New York Philharmonic Orchestra zu spielen. Weitere Gastengagements als Solo-Klarinettist führten ihn zu den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des BR, den Münchner Philharmonikern, dem NDR Elbphilharmonie Orchester u.v.a. Als Solist konzertiert Thorsten Johanns regelmäßig mit namhaften Orchestern und Dirigenten, u.a. mit Sir Neville Marriner, Semyon Bychkov, dem WDR-Sinfonieorchester Köln, Orchestre de chambre de Paris, Stavanger Symphony Orchestra und dem Nationalen Radio Orchester von Rumänien. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen neben namhaften Streichquartetten (ARIS, Auryn, Diogenes, Minetti) auch der Oboist und Komponist Heinz Holliger und der Pianist und Komponist Moritz Eggert. Thorsten Johanns ist Mitglied des „Ensemble Raro“, der „Deutschen Bläsersolisten“ sowie des „Spectrum Concerts Berlin“. Thorsten Johanns ist Gast bei zahlreichen internationalen Festivals (Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Luzern, Tiroler Festspiele, SoNoRo Bukarest, Rheingau Musikfestival, Budapest Festival Academy, Kuhmo Chamber Music Festival u.v.a.) und wirkte bei vielen erfolgreichen CD-Produktionen (u.a. ECHO-Klassik 2008) mit. Im Jahre 2014 folgte Thorsten Johanns dem Ruf als Professor für Klarinette an die Musikhochschule ‘FRANZ LISZT’ in Weimar. In den vergangenen Jahren wurde er regelmäßig nach China, Australien, Kanada, Deutschland, in die skandinavischen Länder und die Niederlande eingeladen, um dort Meisterkurse zu geben.
Foto: Guido Werner