Sergey Ostrovsky

Jetziger Lebensmittelpunkt:

Die Schweiz

Mein Berufswunsch als Kind:

Ich habe schon immer gewusst, dass ich Geiger werden will, habe mich im Alter von 4 Jahren dafür entschieden und es nie bereut, denn die Bühne, die Aufführungen, die Musik hatten immer einen lebendigen Platz in meinem Herzen.

Diesen Beruf haben sich meine Eltern für mich vorgestellt:

Ich stamme aus einer Musikerfamilie, aber meine Eltern haben mich nie gedrängt, weder zum Üben noch zur Karriereentwicklung, sondern haben die günstigsten Bedingungen für mich geschaffen, um Profi zu werden. Und mein Vater Valery ist ein großer Musiker und Pädagoge, er hat mich mein ganzes Leben lang inspiriert.

Werke oder Konzerterlebnisse, die mich prägte/n:

Mein erster Mendelssohn mit dem Symphonieorchester, Brahms-Doppelkonzert mit Zubin Mehta, viele großartige Aufführungen. Beethoven 7. als Dirigent, Schubert “Der Tod und das Mädchen” in der Kölner Philharmonie, als Isaac Stern danach geweint hat… Als Ann-Sophie Mutter das Beethoven-Konzert mit dem Concertgebow Orchester spielte, könnte man den Klang berühren; Konzerte des Borodin-Quartetts in den 80er Jahren…

Werk mit dem größten Musiziervergnügen (und warum?):

Brahms… alles. Schuberts Spätwerk… es erfüllt dich mit einer unwirklichen Energie, du fühlst dich wie unter Hypnose.

Von dieser Komponistin / diesem Komponisten wünsche ich mir ein Werk für mein Instrument (und warum?):

Brahms und ich haben schon ;)

Dafür würde ich mitten in der Nacht aufstehen:

Dirigieren oder Solokonzert mit Orchester!

Besonderes / kurioses eigenes Konzerterlebnis:

Spielen vor ungewöhnlichem Publikum in Krankenhäusern, Gefängnissen, Psychiatrien

Mein wertvollster Tipp für den Musikernachwuchs:

Warte nicht, bis du in Form kommst, gib alles, sei besessen von der Vorbereitung für jedes Projekt, besonders wenn du mit Lehrern spielst, musst du 10 Mal mehr vorbereitet sein.

Das wünsche ich mir für die Zukunft der Klassik-Szene:

Dass wir genug inspirierende Künstler haben werden, und nicht nur gut verkaufte und gut aussehende.

Mein nächstes Projekt:

Klein – ich spiele das Tschaikowsky-Konzert in Genf. Globaler – ich möchte in Genf ein Orchester namens Ensemble Symphonique Geneve gründen.

Das verbinde ich mit der Musikstadt Leipzig:

Die Zusammenarbeit mit einem wunderbaren Peter Bruns.