Oliver Triendl

Geboren in:

Mallersdorf (das liegt in Niederbayern!)

Jetziger Lebensmittelpunkt:

Ebersberg (das liegt in Oberbayern!)

Instrument:

Klavier

Zweit-, Dritt- oder gar Viertinstrument:

Violine, vor vielen Jahren – Tonschönheit ist Nebensache, immerhin habe ich bemerkt, wenn es unsauber war…

Mein Berufswunsch als Kind:

Auskunftsmitarbeiter der Deutschen Bahn – wäre heutzutage ein begehrter und sinnvoller Job, verbunden mit höchsten Herausforderungen…

Diesen Beruf haben sich meine Eltern für mich vorgestellt:

Konzertpianist, am besten Horowitz Nr. 2

Werke oder Konzerterlebnisse, die mich prägte/n:

Konzerterlebnisse: Sergiu Celibidache, Carlos Kleiber, Günter Wand, Carlo Maria Giulini, Sándor Végh, Claudio Arrau, Swjatoslaw Richter… Werke: Bruckner-Sinfonien mit Celi, Wand und Giulini, Mozart und vieles andere mit Végh

Werk mit dem größten Musiziervergnügen (und warum?):

Alle Werke mit den entsprechenden Musizier-Partnern!

Von dieser Komponistin / diesem Komponisten wünsche ich mir ein Werk für mein Instrument (und warum?):

Ein Klavierquintett von Anton Bruckner – einen sehr großen sinfonischen Bogen zu fünft gemeinsam erkunden…

Dafür würde ich mitten in der Nacht aufstehen:

Penne all‘ Arrabbiata meiner Frau!

Besonderes / kurioses eigenes Konzerterlebnis:

Brahms-d-Moll-Violinsonate in Süditalien. Der Umblätterer schlief ein und wurde am Anfang des vierten Satzes (extra vehement gespielt – nur für ihn!) unsanft geweckt.

Mein wertvollster Tipp für den Musikernachwuchs:

Bleibe Du selbst!

Das wünsche ich mir für die Zukunft der Klassik-Szene:

Weniger Crossover, weniger Show – lieber ein Zurück zu den guten alten Werten!

Mein nächstes Projekt:

Konzerte und CD-Produktion des Klavierkonzerts von Hermann Grädener. Keller aufräumen…

Das verbinde ich mit der Musikstadt Leipzig:

Eine beeindruckende Tradition, liest sich wie ein Who-is-who der Musikgeschichte. Ein grandioses Orchester mit einer selten gewordenen Klang- und Ensemble-Kultur. Stilvolle und freundliche Menschen.

Biographie:

Man kann sich kaum einen engagierteren Fürsprecher für vernachlässigte und selten gespielte Komponisten vorstellen als den Pianisten Oliver Triendl. Sein unermüdlicher Einsatz – vornehmlich für romantische und zeitgenössische Musik – spiegelt sich in fast 150 CD-Einspielungen. Der Umfang seines Repertoires ist wohl einzigartig und umfasst mehr als 100 Klavierkonzerte sowie Hunderte von kammermusikalischen Stücken. Viele davon hat er erstmals auf die Bühne gebracht bzw. auf Tonträger dokumentiert. Solistisch arbeitete Oliver Triendl mit zahlreichen renommierten Orchestern, u.a. Bamberger Symphoniker, NDR Radiophilharmonie, Gürzenich-Orchester, Münchner Philharmoniker, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Deutsche Radio Philharmonie, Münchner Rundfunkorchester, Staatskapelle Weimar, Münchener, Stuttgarter und Württembergisches Kammerorchester, Kammerorchester des Bayerischen Rundfunks, Orchestre de Chambre de Lausanne, Mozarteum-Orchester Salzburg, Tonkünstlerorchester Niederösterreich, Netherlands Symphony Orchestra, Tschechische Staatsphilharmonie, National-Sinfonieorchester des Polnischen Rundfunks, Sinfonia Varsovia, Sinfonietta Rīga, Georgisches Kammerorchester, Camerata St.Petersburg, Zagreber Solisten, Shanghai Symphony Orchestra. Als leidenschaftlicher Kammermusiker konzertierte er mit Musikerkollegen wie Ana Chumachenco, David Geringas, Ilya Gringolts, Frans Helmerson, Sharon Kam, Isabelle van Keulen, Pekka Kuusisto, François Leleux, Lorin Maazel, Paul Meyer, Sabine und Wolfgang Meyer, Charles Neidich, Arto Noras, Christian Poltéra, Alexander Sitkovetsky, Baiba Skride, Christian und Tanja Tetzlaff, Radovan Vlatković, Jan Vogler, Antje Weithaas, Carolin und Jörg Widmann sowie den Quartetten Apollon musagète, Artis, Atrium, Auryn, Carmina, Danel, Gringolts, Keller, Leipziger, Mandelring, Meta4, Minguet, Prazák, Schumann, Signum, Sine Nomine, Škampa, Talich und Vogler. Oliver Triendl – Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbe – wurde 1970 in Mallersdorf (Bayern) geboren und absolvierte sein Studium bei Rainer Fuchs, Karl-Heinz Diehl, Eckart Besch, Gerhard Oppitz und Oleg Maisenberg. Er konzertiert erfolgreich auf Festivals und in zahlreichen Musikmetropolen Europas, Nord- und Südamerikas, in Südafrika und Asien. 2025 wurde er sowohl mit dem Special Achievement Award des ICMA als auch mit dem OPUS KLASSIK ausgezeichnet.
Foto: Dietmar Scholz