Benedikt Hübner

Geboren in:

Halle (Saale)

Jetziger Lebensmittelpunkt:

Dresden

Instrument:

Kontrabass

Mein Berufswunsch als Kind:

Verschiedenes

Diesen Beruf haben sich mein Eltern für mich vorgestellt:

Wahrscheinlich Musiker

Werke oder Konzerterlebnisse, die mich prägten:

Mitreißende Barockmusik mit Il Giardino Armonico. Elgar’s Cellokonzert mit Truls Mørk.

Werk mit dem größten Musiziervergnügen (und warum?):

Meistens das, was ich gerade spiele.

Von dieser Komponistin / diesem Komponisten wünsche ich mir ein Werk für mein Instrument (und warum?):

Von Joseph Haydn – er hatte sogar ein Kontrabass-Konzert komponiert! Aber leider ist es verschollen. Es gibt einige originale Kontrabasskonzerte der Wiener Klassik. Das von Haydn (wieder) zu finden, wäre großartig!

Dafür würde ich mitten in der Nacht aufstehen:

Für unsere 3 kleinen Kinder.

Besonderes / kurioses eigenes Konzerterlebnis:

Beim Eröffnungskonzert einer neuen Konzertsaison der Dresdner Philharmonie, wir spielten eine der fast 90-minütigen Mahler-Sinfonien, hielt unser Mitte-70-jähriger Chefdirigent im langsamen 3. Satz eine Fermate ganz besonders lang, übergab dabei den Taktstock an den Konzertmeister und verließ die Bühne. Wir spielten weiter, viele Kollegen machten sich große Sorgen um unseren Chefdirigenten. Der Konzertmeister dirigierte nun weiter: in der rechten Hand den Taktstock – links noch die Geige. Er tauchte kurz ab, legte seine Geige auf den Boden, stand wieder auf und suchte in der Partitur die richtige Seite, denn die Partitur war schon länger nicht mehr umgeblättert worden. Während das Tempo des langsamen Satzes nun unwillkürlich immer langsamer wurde, riefen einige Musiker in die Musik hinein, an welcher Stelle wir gerade spielen. Nach einiger Zeit kam der Chefdirigent wieder auf die Bühne zurück. Nach dem Konzert gab es den Empfang zur Eröffnung der Spielzeit, auch Politiker und die Presse waren da. Alle fragten sich natürlich, was los war. Der Chefdirigent hielt eine kurze Ansprache und sagte: „Es war ein menschliches Bedürfnis. Ich hatte die ganze Zeit überlegt, was schlimmer wäre!“ Am nächsten Tag titelte die Boulevardpresse: ‚Im Konzert: Dirigent floh aufs Klo!‘

Mein wertvollster Tipp für den Musikernachwuchs:

Musik wird dann spannend, wenn wir wirklich etwas ausdrücken, Stimmungen erzeugen, Geschichten erzählen, und besondere Momente schaffen – es ist nicht der Sinn der Musik, sie fehlerfrei ‚abzuliefern‘. Gustav Mahler sagte: „Das beste der Musik steht nicht in den Noten.“

Das wünsche ich mir für die Zukunft der Klassik-Szene:

Dass nach Corona Live-Konzerte noch mehr wertgeschätzt werden.

Mein nächstes Projekt:

Konzerte mit der Dresdner Philharmonie.

Das verbinde ich mit der Musikstadt Leipzig:

Meine musikalischen Wurzeln liegen in Leipzig. Besonders mein 1. Kontrabasslehrer hat mich geprägt. Außerdem verbinde ich mit Leipzig Bach, das Bachfest, das Gewandhaus und viele innovative Musikformate.

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